Herausforderungen für PM-Tool Hersteller in 2021 – Interviewserie Teil 5

Projektmanagement-Software kann in Zeiten von Internet und Globalisierung überall entwickelt und vertrieben werden. Wir fokussieren uns in dieser Artikelserie auf 5 deutsche Anbieter und möchten Ihnen einen näheren Einblick in die Branche der Tools für Zusammenarbeit und Planung verschaffen.

Dazu haben die Hersteller verschiedene Fragen von pm-tools.info beantwortet, um Ihnen einen Einblick in die Branche um Projektmanagement-Software aus Deutschland zu gewähren. Die Dienstleister zeigen, welche Probleme und Chancen 2020 mit sich gebracht hat, und wie Sie auf das kommende Jahr 2021 blicken. Die Fragen im Überblick:

In diesem fünften Teil erfahren Sie, wo die Herausforderungen für die Hersteller von Projektmanagement-Software liegen:

Teil 5 – Herausforderungen 2021

2020 war ein einschneidendes Jahr für alle Menschen. Viele sehnten sich nach 2021.

  • Worin sehen Sie bereits jetzt die großen Herausforderungen für das Jahr 2021 und Ihr Unternehmen?

Tobias Hagenau von awork*
Die Arbeitswelt wird sich weiter auf die Veränderungen einstellen, die 2020 mit sich gebracht hat. Teams müssen sich darauf einstellen, an ihrer Unternehmenskultur zu arbeiten, obwohl man sich nicht mehr regelmäßig im Office sieht.

Das gilt auch für uns und wir werden weiterhin viel flexibler arbeiten und neue Arbeitsformen ausprobieren, um mit der Situation besser umgehen zu können. Darüber hinaus wird die digitale Teamorganisation immer weiter wachsen und wir werden unser Team vergrößern, um nicht nur schrittzuhalten, sondern das Wachstum selbst voranzutreiben – durch neue Ideen und innovative Lösungen für Probleme und Aufgaben des modernen Arbeitens.

Niels Kindl von factro
Die steigende Menge an Anfragen. 😉 Unsere große Herausforderung wird darin bestehen, dass wir Teams bestmöglich dabei unterstützen, factro erfolgreich in ihren Arbeitsalltag zu integrieren. Jeder Mitarbeiter soll gerne mit factro arbeiten und eine Routine entwickeln – so wie der tägliche Blick in soziale Netzwerke.

Ein neues Tool allein löst nämlich noch keine Probleme, sondern ist erst einmal eine Veränderung. Und Veränderungen sorgen selbst in fortschrittlich eingestellten Unternehmen immer auch für Widerstand, der gebrochen werden muss. Nur wer die Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten überhaupt kennt, kann sie in seinem Tagesgeschäft auch gewinnbringend einsetzen und echte, ja spürbare Mehrwerte schaffen – und nicht nach kurzer Zeit wieder in alte Muster zurückfallen.

Dr. Andreas Tremel von InLoox
Im kommenden Jahr wird uns weiterhin die mit der COVID-19-Pandemie verbundene Unsicherheit beschäftigen, weswegen es wichtiger denn je ist unseren Kunden Investitions- und Zukunftssicherheit zu vermitteln.

In der aktuellen Lage investieren wir stark in unser Entwicklungsteam und bauen die Ressourcen hier aus, um auch in 2021 gemeinsam mit unseren Kunden zu wachsen und die Software in ihrem Sinne voranzutreiben. Dazu zählt auch, dass wir uns als Partner unserer Kunden verstehen und beispielsweise die Möglichkeit geben Feature-Wünsche über unsere Plattform einzustellen oder bei einem Workshop mit unseren Consultants individuelle Probleme zu erörtern.

Auch an unserem Kundenevent, dem InLoox Insider Tag, der normalerweise zwei Mal jährlich einmal in München und einmal in Berlin stattfindet, wollen wir festhalten. Dies ist ein weiterer wichtiger Kontaktpunkt zu unseren Kunden – auch, wenn wir die kommenden Events wie die diesjährigen in den virtuellen Raum verlagern.

Michael Hollauf von MeisterTask*
Meister befindet sich derzeit in einer entscheidenden Wachstumsphase. Wir erwarten, bis Ende nächsten Jahres auf 120 bis 130 Leute anzuwachsen, was natürlich mit einigen Herausforderungen einhergeht – neue Prozesse und eine ausgeprägtere Hierarchie werden nötig sein, um unser Team bestmöglich zu leiten. Dabei wollen wir jedoch auf keinen Fall die tolle Atmosphäre gefährden, die Meister zu einem so beliebten Arbeitgeber macht.

Cristian Mudure von Stackfield*
Nach Schrems-II wird viel darüber debattiert, die Europäische Cloud weiter auszubauen und US-Tools durch sichere Produkte inländischer Anbieter, die auch an die örtlichen rechtlichen Einschränkungen gebunden sind, zu ersetzen. Hier sehe ich Potential, nur leider scheitert das Vorhaben nach wie vor an politischen Instanzen, welche die Sache nicht weiter vorantreiben.

Wir sind beispielsweise in vielen Hochschulen im Einsatz, doch Sekundärschulen, die Stackfield gerne als sichere Alternative eingesetzt hätten, erhielten keine Genehmigung und Anfragen beim Bayerischen Bildungsministerium blieben erfolglos. Eigentlich wollten wir eine speziell auf das Bildungswesen zugeschnittene Lösung entwickeln, doch da die Sache immer wieder an oberster Stelle scheitert, haben wir unseren Plan vorerst zurückgestellt. Sofern sich daran 2021 etwas ändert, sind wir bereit und freuen uns auf diese Herausforderung.

Vielen Dank an die Interviewpartner für die aufschlussreichen Antworten und damit verbundenen Einblicke in die moderne Branche der Projektmanagement-Software.



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